Pomarico
Region: Basilicata
Provinz: Matera
Einwohner: 4418
müM: 468 m
Lateinisch: „pomi ager“
Deutsch: fruchtbarer Boden, Obstgarten
P. ist ein typisches italienisches Bergdorf, das wie fast alle benachbarten Ortschaften, auf einen Bergrücken erbaut wurde. Der Ort ist durch seine Kammlage sehr lang gezogen. Vor den Toren der heutigen Stadt fand man Überreste einer Siedlung aus vorchristlicher Zeit, die sich „Pomarico Vecchio“ nennt (Altes Pomarico). 3 km vom Stadtkern des Ortes entfernt befindet sich ein Neubaugebiet mit einem kleinen Industriegebiet, das in naher Zukunft noch anwachsen soll.
Geschichtliches.
Man datiert den Ursprung des Ortes auf das 5. Jahrhundert vor Christus zurück. Bei Ausgrabungen fand man Überreste eines griechisch - hellenistischen Ursprungs. Pomarico diente im Altertum und dem Mittelalter der umliegenden Ansässigen als Zufluchtsort vor den Sarazenen und späteren anderen Angreifern. Lange wurde P. von den Normannen beherrscht. Später von den Anjou.
P. gehörte zum Lehen der Abtei Montescaglioso.
Besonderheiten.
P. ist wegen seiner Lage Erdbeben gefährdet. Erst Anfang der 80er Jahre wurde die Stadt durch ein solches Erdbeben schwer beschädigt.
Sehenswürdigkeiten.
Die verschieden Kirchen, die Ausgrabungsstätten des „alten Pomarico“ und der historische Stadtkern, sowie den Palazzo Merchesale.
Der Palazzo Merchesale, der über dem Dorf liegt, stammt aus dem 18. Jhdt.
Die Michaeliskirche beweist eine hohe barocke Baukunst und die Kirche St Anton von Padua besticht im Innen durch seine Altäre im Barockstil und den Gemälde aus den Jahren 500-600 n. C., sowie dem alten schönen hölzernen Altar.
Wirtschaft.
Die Haupteinnahmequelle der Bevölkerung war die Ausübung des Handwerkes der Maler und Maurer. P. litt stetig unter einer hohen Arbeitslosigkeit. In den 60er und 70er Jahren kamen viele aus der Stadt als Gastarbeiter nach Süddeutschland.
Landwirtschaft mit viele Olivenbäume, Feigen, Limonen, Orangen und Wein.
Bekannte Söhne der Stadt,
an die man sich hier gerne erinnert, sind der Niccolò Fiorentino (1755-1799), Philosoph, Rechtsanwalt und Patriot, und der Francesco Caggiani (1895-1916), der während des ersten Weltkrieges starb und mit einer hohen Auszeichnung belegt wurde


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